Mittwoch, 3. Juni 2009
Ich muss noch heute lachen, wenn ich an unser gestriges Erlebnis denke…
Klein Töchterlein (O-Ton: “Ich bin nicht mehr klein!”) malt auf Papas Ausdrucken herum und wedelt plötzlich mit einem Papierfetzen vor meinem realen Auge herum:
“Papa, was ist das?”
Ich versuche, den für mich und meine nicht mehr ganz taufrischen Augen den nötigen Abstand herzustellen und entscheide mich blitzschnell für:
“Ein Strich?”
Sie lachte sich schenkelklopfenderweise halb schlapp und klärte mich altklug auf:
“Nein, ein halbes T.”
... nein, klein ist sie wirklich nicht mehr!
Mittwoch, 13. Mai 2009
Die spielfreudigste aller Töchter kramte gestern Abend im hintersten und untersten Winkel ihrer Spielkisten herum und beförderte mehrere ihrer höchsteigenen Holzpuzzle aus frühester Kindheit hervor. Sie liebte Puzzle schon immer über alles.
Ihre erste Wahl fiel auf ein Noah-Puzzle, bei dem von jeder abgebildeten Tiergattung immer zwei Teile existieren. Und ich musste natürlich mit ihr zusammen puzzlen. Normal.
Um den Schwierigkeitsgrad angesichts der Baby-Holzspielsachen wenigstens ein bißchen zu erhöhen, forderte ich von ihr jede Bezeichnung einer Gattung ein. Klappte auch prima, bis sie plötzlich bei einem Teil in’s Stocken kam:
Sie: “... das… ist… ein… ein… Pferd!”
Und sie war sichtlich erleichtert, dies noch in einem versteckten Winkel ihres gerade beschäftigten Gehirnes gefunden zu haben.
Doch ich wollte nicht so schnell aufgeben und fragte nach:
Ich: “Ja, und was für ein Pferd?”
Ihr Gesicht bestand nur aus Fragezeichen.
Ich: “Schau mal, das ist ein besonderes Pferd…”
Sie wollte wirklich und man hörte es rattern.
Ich: “Schau mal, da sind Streifen.”
Und plötzlich wurde es schlagartig hell im Zimmer und sie sagte im Brustton vollster Überzeugung:
Sie: “Ein Streifenpferd!“

Samstag, 2. Mai 2009
Die kommunikativste aller Töchter beobachtet ihren Erzeuger, wie er nach längerem Sitzen und Spielen vom Wohnzimmerteppich endlich aufsteht und in die Küche gehen will.
Und wie ich von Muskelkater geplagt um die Ecke biege, höre ich gerade noch:
“Mama, der Papa läuft ganz komisch. Der kann gar nicht mehr richtig laufen.”
Das Lachen der ebenfalls anwesenden Erzeugerin konnte ich jedoch dann wieder sehr deutlich hören…
Freitag, 10. April 2009
Unsere rasant wachsende Tochter mag keine Insekten. Kann ich ihr auch nicht verübeln. Geht mir ja nicht sehr viel anders.
Aber für mich gibt es noch einen Unterschied zwischen für mich ekligen Tausendfüßlern, Raupen, Würmern, Spinnen usw. (ich zähle das alles zu Insekten, basta ) und relativ süßen Marienkäfern. Letzteres macht mir nix und regt auch mein Ekelgefühl nicht an. Nicht logisch, ist aber so.
Klein Töchterlein differenziert da nicht so genau. Ist klein, krabbelt oder fliegt, muss eklig sein und es wird davor geflüchtet. So einfach ist die Welt.
Heute flog also ein sehr winziges Etwas (kleine Fliege oder sowas) durch die Terrassentür herein und Mini forderte unmißverständlich die Behebung dieses Problems:
“Mama, kannst Du die einklatschen?”
Donnerstag, 12. März 2009
Nein, die Mama Bodehase macht das nicht so. Definitiv nicht!
Und wir wissen auch wirklich nicht, wo sie das mitbekommen haben könnte… * schwör *
Aber wenn die knuffigste aller Töchter etwas von ihrem männlichen Elternteil haben will (was momentan gar nicht so selten vorkommt), dann verfolgt sie folgende Masche:
“Bitte, lieber Papa, bitteeeeeeeeeeeeeeeeeee…............................!!!”
Und sag’ da mal nein, wenn sich eine Dreijährige bei Dir am Oberschenkel festkrallt und Dich anfleht. Da kannste nur noch alles auf die böse Mama schieben… da hat mann doch keine andere Wahl, oder? 
Montag, 2. Februar 2009
Wenn das müdeste aller Kinder des abends zu Bette geht, dann kann es passieren, daß dieses Kind ab und zu nochmals ruft, weil es irgendetwas benötigt. Meist ist das nichts wirklich Weltbewegendes: entweder es ist dann etwas aus dem Bett gefallen oder sie hat einen Logikfehler in ihrer Bettlektüre bemerkt, welchen sie sofort melden muss. Man muss dann meist nur zur ihr kommen und ihr kurz helfen oder zuhören. Nicht wirklich schwierig. Schaffe sogar ich. Meistens.
Wir, die Eltern, wechseln uns bei dieser Aufgabe einigermaßen ab. Vielleicht nicht immer 50%, aber ich bemühe mich und bin auch öfters bei unserem Kind. Alleine schon, damit sie nicht nur die Mama als Bezugsperson hat.
Sehr oft wünscht die kleine Prinzessin dann dennoch die Mama zu sehen. Ohne besonderen Grund, aber sie hätte das dann gerne in diesem Moment. Und ich fieser Papa sage ihr dann meist, daß die Mama gerade nicht kann, weil sie auf Toilette ist. Die kleine Schwindelei genügt dann und sie begnügt sich auch mit mir. Muss sie ja. Macht sie immer. Alles gut!
Bei meinem heutigen zweiten Besuch an ihrer Schlafstätte (einige Minuten nach dem ersten) die identische Szene: sie hätte gerne die Mama, ich schwindle, daß Mama auf Toilette sei und unser herzallerliebstes Kind erwidert knochentrocken:
“Noch immer?”
Sonntag, 7. Dezember 2008
Ich vermute mal, alle Eltern haben gewisse Rituale, wenn es für den Nachwuchs so langsam an’s Zu-Bett-Gehen geht. Schließlich sollen die kleinen Racker ja nicht völlig aus dem Spielen herausgerissen und wenige Sekunden später dann tief schlafend im Bett liegen (also sollen sollten sie schon). Und weil sowas aber eben in der wirklichen Welt nicht geht, gibt es unsere Rituale.
Bei uns ist das z.B. das Umziehen, die Puppen einsammeln, die Schnuller wieder überall zusammensuchen, die Gute-Nacht-Geschichte auswählen und vielleicht je nach Laune noch ein bißchen kuscheln.
Unser persönlich bekannter weiblicher Mini-Racker ist natürlich nicht völlig doof, erkennt die Zeichen der (Bett-)Zeit sofort und beginnt dann recht häufig einen wahren Derwischtanz aufzuführen. Lacht sich dabei halb kaputt und hüpft herum was das Zeug hält. Hauptsache die Eltern erwischen sie dabei nicht und können sie dementsprechend auch nicht in den Schlafanzug oder das Nachthemd stecken. Das ist ihr Ritual.
Selbiges passierte natürlich auch heute Abend. Mama Bodehase sprach dann irgendwann das übliche finale Machtwort und das ertappte Kind flüchtete sofort zum rettenden Papa:
“Papa, Papa, können wir noch ein bißchen rumzicken?”
Montag, 24. November 2008
Die weltbeste aller Töchter fuhr gestern begeistert mit ihrem Dreirad in atemberaubender Höchstgeschwindigkeit im Wohnzimmer im Kreis herum.
Und weshalb tat sie dies? – Weil sie es kann und weil sie es darf.
Papa Bodehase, also ich, nutzte eine kleine Unachtsamkeit von ihr und mogelte sich fast unbemerkt zu Mama Bodehase in die Küche, um mit dieser etwas zu besprechen. Leider nur fast unbemerkt, denn keine fünf Sekunden später stand die Tochter neben ihrem stolzen Papa und zog wie bescheuert an seinem Zeigefinger und sagte:
“Los Papa, komm’ mit und stell’ Dich im Kreis auf. Ich will rumfahren.”
Und Papa Bodehase stellte sich wirklich im Kreis auf…
Sonntag, 16. November 2008
Auf der Suche nach dem ultimativen und perfekt duftenden Weichspüler hat Mama Bodehase ein neues Produkt gekauft (nein es war nicht dieses geschenkte Ding) und mit einer reinigungswürdigen repräsentativen Ladung Wäsche auch gleich getestet. Ich gebe zu, ich habe schon wieder vergessen wie das Produkt heisst. Aber das ist eher unwichtig für die Handlung der Geschichte. Wir Männer nennen das einfach nur Weichspüler.
Mama Bodehase war also so sehr von dem Duft begeistert, daß ich an 1-2 Kleidungsstücken riechen sollte, bevor sie auf dem Wäscheständer plaziert wurden. Ich fand’s gut und gab meine Zustimmung. Wird nun also weiterhin gekauft werden.
Unsere kleine Tochter, deren Lieblingspapa ich nunmal glücklicherweise bin, fand dies so toll, daß sie fortan jedes im Wäschekorb befindliche Kleidungsstück höchstpersönlich in Empfang nahm und mir zum Testen und Bestätigen an und unter die Nase hielt. Widerworte duldete sie nicht.
Danach übergab sie es feierlich mitsamt meiner Meinung zu dem jeweils übergebenen Kleidungsstück der Frau Mama. Diese durfte es dann aufhängen.
Die Kleine war flott. Sogar dermaßen flott, daß ich eine immer feuchter werdende Nase bekam und sie immer öfter mit hochgestreckten Armen warten musste, bis die Mama für das nächste Stück bereit war.
Da man diesen Zustand auch (oder gerade) als Dreijährige nicht ewig ertragen kann, sagte sie irgendwann:
“Die Mama hält hier alles auf!”
Freitag, 14. November 2008
Gestern Abend werde ich von meinen zwei Mädels in unser Esszimmer gerufen. Sie wollten mir was Tolles zeigen.
Als ich nun also neugierig im Esszimmer herumstand und die Kleine ebenso im drei Stufen erhöhten Wohnzimmer, wollte mir Mama Bodehase erzählen, daß unser wagemutiges Kind ganz alleine zwei Stufen am Stück herunterhüpfen kann.
Klein-Tessa war von dieser Vorwegnahme ihrer Neuigkeit mütterlicherseits nicht so sehr begeistert und meinte spontan zu Mama:
“Geh’ Du in Deine Küche. Ich erzähle das dem Papa.”
Und sie hüpfte danach mehrere Male vor meinen alleinigen begeisterten Augen die Stufen herunter…
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Kommentare
Fr, 03.02.2012 10:26
Di, 31.01.2012 21:11
Di, 31.01.2012 21:08
Di, 31.01.2012 21:05
Do, 26.01.2012 20:22