Samstag, 21. Januar 2012
Unser Kind ist heute auf einer Geburtstagsfeier. Bei einem Kindergarten-Freund, den sie schon sehr lange kennt.
Dieses Mal ist das nur ein bißchen anders als sonst, denn der Freund wohnt inzwischen quasi nicht mehr bei uns im Ort, sondern über 30km entfernt. Da das aber die letzte Feier mit den Kindergarten-Freunden sein wird, wurden alle Kinder bei uns im Ort am KiGa abgeholt und zur Feier gefahren. Von den Angehörigen des Geburtstags-Jungen.
Sicherlich müssen wir das lernen. Und das werden wir auch, wie alles bisher, ganz gut schaffen. Dennoch ist es ein komisches Gefühl, unser Kind in das Auto fremder Menschen zu setzen und darauf vertrauen zu müssen, daß diese ordentlich von A nach B fahren werden.
"Wie Kindergeburtstag, nur anders." vollständig lesen...
Freitag, 15. Juli 2011
Die zweite (und letzte) Woche auf Schulung in Jena ist zum Glück fast vorbei. Es war anstrengend, einsam und ich bin sehr sicher, daß ich sowas nicht zu häufig wiederholen möchte. Zumindest nicht freiwillig.
So einmal im Jahr könnte ich (und meine Familie) das sicher verkraften. Aber häufiger ist einfach zu schwierig in der persönlichen Planung und Durchführung.
Schon im Vorfeld bedeutet solch eine Abwesenheit nämlich einiges an Planung. Man muss seine Projekte abschließen oder zumindest ordentlich an einen Kollegen übergeben. Dafür muss man meist schon ein Plus an Energie dafür aufwänden, die man ansonsten sicherlich anderweitig verplant und genutzt hätte. Desweiteren muss man Bahn-Tickets buchen, Hotels aussuchen und reservieren, Reisekosten planen und beantragen, An- und Abreisen, 24h am Tag in dieser Zeit für den Job investieren und sich vermutlich schlußendlich dann wieder auf Arbeit als Urlauber “beschimpfen” lassen. Das muss man schon wollen bzw. zumindest halbwegs stillschweigend akzeptieren.
Auch aus diesem Grund brauche ich das nicht zu oft!
Wie auch immer: die zweite Schulungswoche neigt sich dem Ende zu und ich freue mich sehr auf die Daheimgebliebenen.
Unser Kind hat die Trennung bis auf die Abschiede gut verkraftet. Der Papa war und ist ja zum Glück auch per E-Mail, Chat, Skype und Telefon fast immer irgendwie erreichbar. Das beruhigt und gibt wohl genug Sicherheit, die Zeit irgendwie zu überstehen. So halbwegs zumindest.
"Bald wieder daheim - Endlich!" vollständig lesen...
Freitag, 10. Juni 2011
Seit unser Kind in der Lage war, selbst Entscheidungen zu treffen, haben wir sie immer gefragt und in die Entscheidungsfindungen mit einbezogen. Sei es bei der morgendlichen Kleiderwahl, bei den neuen Schuhen, bei der Essensauswahl, wann wir was tun wollten, etc… Und sie hat das auch immer herrlich und komplikationslos mitgemacht. Wir hatten immer den Eindruck, ihr tut es sehr gut, selbst Entscheidungen zu treffen und sie steht normalerweise auch immer sehr hinter ihrer Wahl. Selten bis nie kam bisher ein anschließendes Bedauern. Wunderbar. Herrlich. Problemlos.
Momentan scheint sie sich jedoch in einer nicht ganz einfachen Entwicklungsphase zu befinden: z.B. diese Woche kurz vor der Abfahrt zu ihrem sehr geliebten Ballett war sie sehr komisch und nur auf Nachfrage rückte sie mit der Sprache raus, daß sie nicht genau wüsste, ob sie auch zu ihrer Ballettstunde gehen wollte. Sie machte den Eindruck, daß sie vor irgendetwas Angst hatte. Jedoch wusste sie nicht wovor (wir tippen auf Selbstzweifel). Einen Grund hat sie dazu aus unserer Sicht wirklich nicht, denn sie tanzt wie eine kleine Göttin. Immer. Und überall. Sie hat definitiv das Tanz-Gen in sich!
Um so verwunderlicher, daß sie so unsicher war, ob sie nun zum Ballett gehen wollte bzw. daß sie überhaupt anfängt zu zweifeln. Wir kennen das von ihr so in dieser Art nicht.
Hoffentlich ist das nur eine vorübergehende Phase. Sie ist so ein tolles Kind. Da gibt es keinen Grund, an irgendetwas zu zweifeln!
Heute war das erste Mal Reiten… und ich bin sehr gespannt…
Samstag, 25. September 2010
Es ist jetzt fast 3 Jahre her, daß wir uns überlegt haben, unserem Kind eine Kinderrutsche für den Garten gönnen zu wollen. Nicht so eine ollen Rutsche aus Blech, wie ich sie damals mit meinen Geschwistern hatte, sondern eine Kinderrutsche aus stabilem Plastik. Die kann man gut abwaschen und die geht auch nicht so schnell kaputt – dachten wir zumindest.
Wir haben also geschaut, wie wir möglichst günstig an so ein passendes Spielzeug für draußen kommen könnten. Aber die in Frage kommenden Rutschen namhafter Hersteller wie z.B. Smoby und Big waren entweder zu mickrig oder befanden sich im Neupreis in Preisregionen, die so ein Gartenspielzeug einfach nicht akzeptabel für uns machten. Eine Rutsche für 150 Euro ist nicht gerade mal so schnell gekauft. Nicht bei uns.
Die günstigere Variante war also für uns, in lokalen Anzeigeblättern zu schauen, ob zufällig die ins Auge gefasst Smoby Rutsche XL irgendwo günstig abzugeben war. Nach einigen Wochen fanden wir da tatsächlich die große Kinderrutsche in unserer Nähe. Schnell angerufen, den Preis abgeklärt (20 Euro waren sehr gut) und noch am gleichen Abend hingefahren. Schließlich sollte uns keiner zuvorkommen.
Tessa war an diesem Sonntag sehr krank gewesen: Fieber, Husten und ihr ging es wirklich nicht gut. Aber sie bestand darauf, unbedingt zum Abholen der Rutsche mitzukommen. Was wir dann auch zu zweit taten. Die Rutsche passte in zerlegtem Zustand gerade so mit Mühe in unser kleines Auto. Tessa redete damals auf der Rückfahrt ohne Punkt und Komma von ihrer neuen Rutsche, die neben uns auch wirklich nicht zu übersehen war. Das Fieber war völlig vergessen. Verständlich. 
"Kinderrutsche aus Plastik" vollständig lesen...
Donnerstag, 13. Mai 2010
Am Vatertag feiern die Väter (oder auch alle anderen männlichen Wesen vor dieser Bewusstseinsstufe) ihr Dasein. Gerne auch, indem sie sich die Lichter mit Alkohol ausknipsen. Das war noch nie so wirklich mein Ding. Auch nicht seit ich ein Vater bin. Um ehrlich zu sein: seitdem eigentlich noch viel weniger als zuvor.
Angst
Ganz am Anfang stehst Du da und bist glücklich über Dein Kind. Endlich ist es da und Du hast die Hosen voll, das es kaum noch feierlich ist. Dir geht der Hintern gehörig auf Grundeis, und das braucht wirklich kein Papa der Welt abstreiten. Diese Phase gibt es. Wie wird die Zukunft? Wie wird mein Kind? Wie ist das überhaupt mit einem Kind? Was wird sich ändern? Bin ich wirklich ein Papa?... ich könnte diese Liste noch unendlich lange fortführen. Welcher Papa nicht?
Glücklich
Danach, kommt die Zeit, in der Du Dein Kind anschaust und Du einfach nur glücklich bist. Es hat grünen Stuhlgang und Du bist glücklich. “Es” spuckt Dir Muttermilch über den teuren Pullover und Du bist glücklich. Der Babysafe (manche sagen Maxi-Cosi dazu, was natürlich völlig falsch ist) kostet so viel wie ein gutes Autoradio. Egal, Du bist glücklich. Das ist einfach so. Das muss so sein. Normal. Dein Kind ist da, wird auch so schnell nicht wieder gehen und Du bist ein Papa. Für das Kind sogar der Papa, aber das weißt Du natürlich noch nicht. Woher auch? Da Kind, Du glücklich. Passt!
"Vatertag" vollständig lesen...
Mittwoch, 11. Februar 2009
“Mann, ist die groß geworden!”
Sowas hört man nicht nur gerne mal bei und von der Oma (oder auch nicht!), sondern ich muß zu meiner Schande zugeben: ich denke das auch jeden Tag!
Und ja, ich schäme mich dafür, genauso dumm daher zu reden wie meine Vorfahren damals. Vor viel zu vielen Jahren. Als ich noch so klein, oder in deren Augen wohl eher groß, war. Als es noch die D-Mark gab. Als es noch nicht modern war, ein Luder zu sein. Als Stehblues noch das höchste der Gefühle war. Als vorehelicher Sex noch tabu war (wollte man mir zumindest später dann so erklären). Aber ich schweife ab…
"zu schnell zu groß?" vollständig lesen...
Montag, 5. Januar 2009
Die Tage einer Paula Radcliffe oder Catherine Ndereba (und aller anderen Keniatinnen und Äthiopierinnen) sind definitiv gezählt. Denn die größte aller Nachwuchshoffnungen steht seit einiger Zeit voll im Training und schickt sich an, in wenigen Jahren die Top-Langstrecken-Läuferinnen zu entthronen.
Schon als Kleinkind absolvierte die ausdauerndste aller Töchter ein knallhartes Aufbautraining und drehte unendlich viele Runden um den heimischen Wohnzimmertisch. Dabei steigerte sie die Trainingsintensität oft noch um ein Vielfaches, indem sie enorme Hindernisse in diesen Parcours in Form von Sesseln, Puppen, Papas, Dreiräder, Hocker, etc. einbaute.
Die überdurchschnittliche Trainingsvielfalt zeigte sich auch in ihren Einheiten mit dem High-Speed-Dreirad, welches sie bis an die Grenzen des physikalisch Möglichen auf dem Erbteppich tagtäglich ausreizte. Glühende Kugellager und abgeschrammte Möbelecken zeugen noch heute von ihrem natürlichen Ehrgeiz, der sie zu ihren kommenden Erfolgen antrieb!
Auch die Karriere nach den sportlichen Erfolgen scheint schon vorbestimmt zu sein: zeitgleich mit dem körperlichen Training, schulte die gesprächigste aller Töchter vom Krabbelalter an ihre Stimme und verstummte nur zu besonderen Anlässen wie z.B. Schlafen und teilweise bei der Nahrungsaufnahme. Dieses dermaßen gekräftigte Organ ermöglicht es ihr, mühelos vor tausenden von Zuhörern ohne Mikrophon Reden zu halten und dank ihres unendlichen Wortschatzes auch jeden Diskutanten zu pulverisieren.
Wir sind so stolz!
Montag, 1. Dezember 2008
Wir hatten einen Termin. Irgendwann kurz vor Weihnachten. Ich glaube, es war so um den 19. Dezember. Zum Vorstellen, Umsehen, Kennenlernen und zum Vereinbaren eines endgültigen Datums so um Dreikönig herum. Da dies aber unserem Doc zu spät war, rief er am 28.11. kurzentschlossen an und bekam für uns sogar gleich drei Tage später einen Termin. Uns war das eigentlich egal. Mir zumindest.
Ich erinnere mich noch sehr gut an den Tag: es war der erste Tag des Winters mit Minustemperaturen und wir waren morgens beide sehr ruhig gewesen. Haben nicht viel geredet. Als wir dann dort waren, schilderten wir unsere Situation, den bisherigen Verlauf und die komplette Vorgeschichte. Die dort arbeitenden netten Damen führten uns herum, zeigten uns die verschiedenen Räume und machten einen sehr kompetenten und sympathischen Eindruck auf uns. Das schaute doch mal alles gut aus.
"unverhofft" vollständig lesen...
Dienstag, 18. November 2008

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, daß ich am Anfang als wir die Bauklötze hatten, nicht besonders viel Spaß am Spiel zusammen mit Tochter Bodehase hatte. Kaum hatte ich erfolgreich zwei oder mehr Klötze gestapelt, kam little Godzilla und beförderte die geschichteten Teile aus Holz in jede zur Verfügung stehende Ecke des Raumes (zum Glück nicht auf meine Nase). Mini-Godzilla hatte dabei einen Mordsspaß und Papa Godzilla Bodehase schaute jedesmal demotiviert und dämlich aus der Wäsche (damals noch mit dem alten Weichspüler behandelt, aber das war eine andere Geschichte…).
Doch die Zeiten ändern sich und nun mit fast drei Jahren hat sich der kleine Holzklotz-Weitwurf-Weltmeister zu einem kleinen süßen und spielenden Kind entwickelt, das jedes Geräusch (das ihm der Papa in seiner kindlichen Naivität vormacht) völlig identisch nachmachen kann. Gut, ein Pferdchen hört sich da nicht immer nach Pferdchen an. Aber der inzwischen mit kleinen rosa Glitzerpferdchen spielende Papa weiß auch nicht wirklich, wie sich so ein Glitzerpferd in Natura anhört. Will er eigentlich auch nicht.
Was ich eigentlich sagen wollte: ich könnte mir kaum etwas Schöneres vorstellen, als zusammen mit dem Kind die gemeinsame Fantasie erblühen zu lassen und auf dem Fußboden mit kindischen Mädchensachen zu spielen!
|
Kommentare
Fr, 03.02.2012 10:26
Di, 31.01.2012 21:11
Di, 31.01.2012 21:08
Di, 31.01.2012 21:05
Do, 26.01.2012 20:22