Samstag, 31. Dezember 2011
Manchmal muss man sich schon wundern, für wie “unbedarft” einen manche Menschen halten.
Am Freitag Abend trudelte bei uns eine Email ein. Nett, höflich und ziemlich ausführlich geschrieben. Mit Begrüßungstext, ausführlicher Erklärung, Link-Wunsch des Anschreibers mit ach so toller Infografik, bißchen Brei um das Blogger-Maul gerieben und einer netten Verabschiedung. Ein runder Text. Ein bißchen zu rund hatte sich das angefühlt. Und außerdem können wir Aufforderungs-Emails mit Link-Wünschen meist eh nicht so wirklich leiden, wenn diese mit halbwegs versteckter Absicht angepriesen werden.
Die Mail war jedenfalls komisch. Auch wenn sie einen Namen und eine Adresse plus Telefonnummer beinhaltete.
Eine kleine Recherche ergab dann folgendes:
- die beworbene Webseite, die angeblich für uns Blogger einen Mehrwert bieten soll, gibt es seit noch nicht einmal drei Monaten.
- die beworbene Webseite hat Stand heute genau 112 Seiten im Google-Index.
- die zu verlinkende Infografik wurde anscheinend sehr kurzfristig bei einem externen Grafiker (Freelancer) ab dem 26.12.2011 in Auftrag gegeben.
- die dafür veröffentlichte Job-Ausschreibung findet man recht leicht im Netz (“Wir suchen gute Grafiker, die uns zu langen, informativen Artikeln auf www…..de eine übersichtliche Infographik erstellen.”).
- die uns anschreibende Frau ist laut Xing-Profil in den Bereichen “Ghostwriting, Unique Content, Marketing, Werbung” usw. unterwegs.
- deren Stellenausschreibung findet man ebenfalls im Web
- sucht man die Namen der Menschen aus dem Impressum der Seite, stößt man auf mehrere kleine “Shops”, die sich munter selbst und gegenseitig mit relevanten Keywords verlinken.
- die angepriesene Infografik wurde inzwischen auf einigen Presseportalen und Wirtschafts-Webseiten veröffentlicht.
""Mit diesen Änderungen müssen Verbraucher rechnen" - Eine Tragikkomödie?" vollständig lesen...
Freitag, 19. August 2011
In diesem Jahr ist es besonders schlimm und lästig mit den Fruchtfliegen in unserer Umgebung. Hauptsächlich in der Küche sind diese kleinen Mistviecher häufig anzutreffen und sie lassen sich trotz größter Mühe nur sehr schwer bekämpfen.
Nach dem kompletten Aufräumen, putzen und Nahrungsquellen für diese kleinen Obstfliegen wegräumen haben wir auch bereits diverse Hausmittel ausprobiert: z.B. ein Behälter mit einer Mischung aus Saft, Früchten, Spülmittel und Essig. Stört nicht, aber hilft auch nicht wirklich gut im Kampf gegen diese kleinen mistigen Fliegen.
Da wir nur äußerst ungern Chemie benutzen (auch weil es eben die Küche ist), haben wir im Fachhandel nach einem Mittel als Unterstützung im Kampf gegen die Fruchtfliegen gesucht. Anscheinend hat aber auch der Fachhandel keine richtig guten Ideen und wir haben nur diese teuren Klebestreifen für das Fenster mit Obst-Aufdruck gefunden und in unserer Verzweiflung gekauft.
Mit dieser klassischen Falle kann man die Plage nicht so richtig bekämpfen. Aber eine begrenzte Anzahl an Fliegen kann man immerhin damit fangen. Es ist eine kleine Hilfe, aber um ehrlich zu sein: mit dem Staubsauger haben wir in fünf Minuten mehr Obstfliegen weggesaugt, als diese Klebefalle in mehreren Tagen erwischt hat.
Wenn also irgendwer noch Hinweise oder ein Mittel zur Hand hat, wie wir diese Fruchtfliegen bekämpfen und loswerden können, wir wären für Tipps und Tricks wirklich sehr dankbar!
Sonntag, 27. Februar 2011
Im Herbst, also so ungefähr ab Oktober-November machten wir uns Gedanken, was unser Kind sich zu Weihnachten wünschen könnte. Die TV-Werbespots schienen zur Findung der Wünsche erheblich beizutragen und so war es kaum verwunderlich, daß unser Kind sich zu Weihnachten unbedingt ein Filly Fairy Traumschloss wünschte. Zu diesem zeitpunkt war mir als männlicher Elternteil solch ein Spielzeug unbekannt gewesen. Dies sollte sich bald ändern.
Als ich von Mama Bodehase eines Tages zur örtlichen Metro (also den Supermarkt für Großeinkäufer (*hüstel*)) genau wegen solch eines Schlosses geschickt wurde und der dortige Regaleinsortierer mich bemitleidenswert anblickte, als ich nach dem Sonderangebot des Vortages fragte, hätte es mir schon dämmern müssen. Irgendwas war komisch.
"Filly Fairy Schloss ist bereits out?" vollständig lesen...
Samstag, 12. Februar 2011
Will man Berge von sinnlosen Zeitungen und Werbe-Prospekten vermeiden, dann dachten wir ja bisher, es würde ein Aufkleber mit “Bitte keine Werbung!” am Briefkasten genügen. Falsch gedacht!
Der neuste “Trick” besteht nämlich darin, die Werbung einfach auf die Treppe zu legen.

Fast schon ein bißchen clever, oder?
Samstag, 5. Februar 2011
Es war Donnerstag. Um genau zu sein: es war Donnerstag Abend 17:40 Uhr und Mama Bodehase kam mit Tessa nach einem ereignisreichen Nachmittag mit Ballett, Einkaufen und Omabesuch endlich nach Hause. Doch unser Kind wollte sich entgegen ihrer sonstigen Gewohnheiten nicht gleich ihrer Jacke entledigen, sondern stand nur an der Wand ohne was zu tun und ohne einen Ton zu sagen.
Erst nach mehrmaligem intensiven Nachfragen kam sie mit der Wahrheit heraus, daß ihr Ohr schmerzen würde. Dann begannen auch schon die Tränen zu fließen…
Mama Bodehase handelte sofort und rief unseren Hausarzt an. Der Kinderarzt kam um 17:45 Uhr nicht mehr in Frage, da dieser ca. 15 Minuten entfernt die Praxis hat. Unser bisheriger Hausarzt dagegen liegt nur maximal drei Minuten entfernt und hat bis 18 Uhr Sprechstunde. Mama Bodehase also ratzfatz am Telefon und um viertel vor sechs eben diesen Doc angerufen.
Was dann jedoch geschah, ist für uns heute noch völlig unfassbar:
"Hausarzt und Mittelohrentzündung" vollständig lesen...
Dienstag, 16. November 2010
“Nur noch schnell die zwei Blätter ausgedruckt und gut ist!” dachte ich mir naiv am frühen Morgen (und es war wirklich früh). Aber diesem Gedanken folgten mehrere Rückschläge, die für den Tag nur wenig Gutes erhoffen ließen.
Beim Hochfahren des sonst relativ stabilen Druck-Rechners meinte dieser jedoch mal spontan, daß ein bis zwei Byte quer liegen würden und er nicht mehr wollen würde. Stillstand. Streik. Mist!
Dann eben mit roher Gewalt: Strom aus, wieder an und hochfahren lassen. In der Zwischenzeit, es war ja noch immer früh und dennoch bereits knapp an Zeit, mal gemütlich die Zähne geputzt. Anschließend zurück an den Drucker-PC und diesem beim Überprüfen der Festplatte zugeschaut. – Sehr spannend am frühen Morgen.
Endlich angemeldet, USB-Stick eingesteckt, Drucker eingeschaltet, Papier vorhanden, gedruckt.
Und spontan einen Hals bekommen, weil die Tintenpatrone unseres ansonsten hervorragenden Canon Pixma Druckers anscheinend gerade heute leer sein wollte oder musste. Ich war grenzenlos begeistert. Und es war inzwischen früh und spät zugleich. Herrlich.
Heute Abend dann wunderbar die Finger beim Refill der Druckerpatronen farbentechnisch leicht verändert und beim anschließenden Drucken der zwei “schnellen Blätter” (wir erinnern uns) knapp 8 Blätter vollgeschrieben, bis die Tinte dann auch flüssig und gleichmäßig aus jeder Pore des technischen Wunderwerks von einem Druckkopf herausfloß.
Moderne Technik ist doch was Schönes!
Sonntag, 1. August 2010
Gestern mussten wir unseren Personenkraftwagen mal wieder betanken. Üblicherweise passiert das bei einer auf dem Weg liegenden Tankstelle. Wenn wir bzw. ich die Auswahl habe(n), wähle ich selbstverständlich die günstigste Tanke aus. Ist ja logisch, oder?
Wie auch immer: gestern war dies die SB-Tankstelle im nahe gelegenen Germersheim. Hinfahren, aussteigen, betanken (immer runder Betrag), reingehen, zahlen. – Ein einfacher und durchführbarer Plan.
Die Realität war jedoch so, daß beim Bezahlen des (laut Zapfsäule) 30,00€-Betrags die Dame an der Kasse plötzlich 30,02€ haben wollte. Oft hat man ja beim Tanken nicht genau hin geschaut und beim Einhängen sind dann noch ein oder zwei Cents auf den Betrag “raufgehüpft”. Natürlich habe ich bisher auch noch nie verstanden, wie sowas passieren kann, aber es passierte schon ab und zu.
Dieses Mal jedoch war ich mir zu 100% sicher, daß die Zapfsäule exakt 30,00€ angezeigt hatte. Ein Blick durch das Fenster auf die Zapfsäule bestätigte dies auch und ich teilte dies der Kassiererin mit. Ihr war das jedoch völlig egal und sie wollte die vollen 30,02€ haben, was ich erneut mit dem Hinweis auf die Zapfsäule verneinte.
Da sie jedoch noch immer die Zapfsäule absichtlich ignorierte und den zwei Cent höheren Betrag haben wollte, war ich bereit, diesen zu bezahlen. Jedoch wollte ich zusätzlich den Geschäftsführer sprechen bzw. dessen Kontaktdaten bekommen, damit ich diesen seltsamen Sachverhalt mir erklären lassen konnte.
Dies wollte die Kassendame dann ganz plötzlich doch nicht und ich “durfte” 30,00€ bezahlen. Irgendwie seltsam…
Montag, 28. Dezember 2009
Unsere Waschmaschine hat sich netterweise über die vergangenen Feiertage in das Reich der ewigen Jagdgründe verabschiedet. Zumindest der Motor davon. Wasser ein- und auspumpen funktioniert noch super. Nur die sich normalerweise drehende Trommel dreht sich nicht mehr. Zumindest nicht mehr regelmäßig und auch nicht mit 100% Schleuderleistung. Eigentlich dreht sie sich sogar nur noch eher selten und der Motor zeigt ein paar Funken beim Laufen. Nicht so wirklich prickelnd.
Der Techniker möchte alleine für’s Kommen und Reinsehen 60 Euro haben. Techniker müsste man sein…
Heute also diverse Anrufe bei Elektronikmärkten für Haushaltsgeräte und Weißware getätigt und dabei ergab sich folgendes Gespräch:
Ich: “... können Sie mir sagen, welches Gerät das preisgünstigste ist?”
Dame am Telefon (recht schnippisch): “Nach günstig kann ich nicht suchen!”
Ich: “Dann sortieren Sie doch einfach nach Preis.”
Dame am Telefon (noch schnippischer): “Das geht bei uns nicht!”
Super, Danke, Tschüss… ich bin doch nicht blöd! :’(
Mittwoch, 23. September 2009
Die Logfiles meldeten zuverlässig: DSL-Leitung seit ca. 01:30 Uhr tot.
Gut, nachts ist sowas meist (es sei denn, man muss nachts arbeiten) nicht so arg wichtig, aber es soll ja Leute geben, denen sowas passiert…
Fehlermeldung des Routers war:
Internetverbindung wurde getrennt.
PPPoE-Fehler: Zeitüberschreitung.
Ein Anruf bei der 1&1-Kunden-Hotline (ja, wir sind dort u.a. Kunde) ergab dann am Morgen nach dem obligatorischen Ärgern über den “tollen” Sprachcomputer: Die Firmware unserer Fritzbox sei angeblich zu alt und wenn die so alt wäre wie sie sei, dann dürfe mir die Dame grundsätzlich keinerlei Fragen zu meinem Problem beantworten. Wir erinnern uns, wir sind dort zahlender Kunde.
Die Dame an der 1&1-Hotline sagte also klipp und klar, daß sie uns/mich nicht an einen Techniker weiterleiten dürfe, so lange wir nicht die aktuellste Firmware auf unserem Router aufgespielt haben. Auch sonstige Fragen dürfe sie mir nicht beantworten, denn die Firmware unseres Fritzbox-Routers wäre zu alt. Wir erinnern uns, die DSL-Leitung war mitten in der Nacht plötzlich weg und wir sind noch immer zahlender Kunde.
“Sie könne uns aber die neueste Firmware per Email zuschicken!”
Ich fand das eine tolle Idee, wo doch unser Internetzugang nicht funktionierte. 
Inzwischen war es 09:25 Uhr am Morgen und ich verlangte den Vorgesetzten zu sprechen, was mir auch nach ca. 1-2 Minuten gelang. Er würde sich drum kümmern wollen und mich in spätestens 10 Minuten zurückrufen.
09:35 Uhr: Ein 1&1-Teamleiter ruft tatsächlich zurück: da wir “nur” die Flatrate von 1&1 beziehen und der DSL-Anschluss bei der Telekom liegt, sollen wir uns doch bitte an die Telekom wenden. Kein Wort über unser Problem, daß wir gerade kein Internet hatten und wie die Lage diesbezüglich bei ihnen im Hause wäre. Keine Auskunft, kein Überprüfen, kein Nachfragen bei einem Techniker.
“Er könne uns jedoch die Firmware per CD auf dem Postwege schicken!”
Auch das war die tollster aller Ideen, die ich jemals gehört hatte. Der Service für einen zahlenden Kunden wird hier sehr ernst genommen.
Hierzu muss gesagt werden, daß “damals” mit der Flatrate auch der DSL-Zugang über 1&1 mitbestellt und beauftragt wurde. Leider schaffte es 1&1 jedoch nie, den kompletten DSL-Anschluss auch zu sich zu portieren. Weshalb, entzieht sich unserer Kenntnis. Jedoch haben wir es nachweislich schon mehrfach erfolglos versucht. Wir wären also in der Vergangenheit gerne mit Allem zu 1&1 umgezogen, dies gelang uns jedoch nie. Aus diesem Grund durfte ich also nun bei der Telekom anrufen. Ich freute mich, denn auch dort sind wir zahlender Kunde.
09:40 Uhr: Anruf bei der Telekom: eine sofortige Leitungsmessung ergab, daß unsere Leitung wirklich nicht funktionierte und es gäbe ein internes Memo, daß bis 13 Uhr an der Leitung gearbeitet würde und diese nicht zur Verfügung stünde. Weshalb dieses Memo ein internes Memo wäre und nicht den Kunden (also uns) vorher zugänglich gemacht würde, konnte mir die nette Dame am Telefon nicht erklären. Dauer des Telefonates war ca. 2 Minuten. Schnell und Kompetent. Wir sind ja zahlender Kunde.
11:40 Uhr: Laut Logfiles geht seit dieser Uhrzeit unser Internetzugang wieder.
Und was lernen “wir” aus diesem Vorfall? – die Kündigungsfrist für den langjährigen Vertrag mit 1&1 wurde mit dem dicksten aller zur Verfügung stehenden Stifte in den Familienkalender eingetragen. Wir würden unser Geld dann gerne woanders ausgeben…
Donnerstag, 30. Oktober 2008
Gestern Abend, während Mama Bodehase das Abendessen zubereitete und Papa Bodehase auch kurz beschäftigt war, konnte unsere Tochter mit den Picasso-Genen nicht länger an sich halten und verschönerte zum ersten Mal in ihrem Leben unsere Wohnumgebung (um genauer zu sein: die Esszimmerwand) mit ihrem Lieblingsstift. Keine tiefschürfenden Erkenntnisse oder gar wissentschaftliche Formeln erkennbar. Nur den immensen Gefühlen an der Rauhfasertapete freien Lauf gelassen.
Erstaunlicherweise wusste sie sofort, daß ihre Vorfahren ihre Kunst nicht verstehen oder gar achten würden und daß sie beim nächsten Kunstanfall doch bitte um Papier oder Leinwand bitten sollte.
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Kommentare
Fr, 03.02.2012 10:26
Di, 31.01.2012 21:11
Di, 31.01.2012 21:08
Di, 31.01.2012 21:05
Do, 26.01.2012 20:22