Sonntag, 5. Februar 2012
Aus der Küche kommt eine Schale mit Kartoffel-Chips unauffällig angeschwebt und landet elegant und leise auf dem Wohnzimmer-Tisch.
Die Tochter reagiert für uns ungewohnt blitzschnell und fragt vorsichtshalber nochmal vorsichtig nach:
“Sind die für mich oder für uns?”
So schnell kann etwas zum Allgemeingut werden 
Freitag, 3. Februar 2012
Der Papa unserer Tochter, also ich, kommt von der Arbeit nach Hause und entledigt sich seiner winterlichen Kleidung.
Und wie er so leicht bestrumpft und u.a. mit T-Shirt bekleidet im Wohnzimmer steht, hatte die Tochter, also unser Kind, eine Erkenntnis:
“boah, bist Duuuuu dick!”
Und ich habe mich dann artig bei ihr bedankt.
Dienstag, 31. Januar 2012
Beim Anschnallen im Auto beuge ich mich gezwungenermaßen über unser Kind.
Und nach kurzem aber heftigem Kampf mit dem Sicherheitsgurt bin ich fertig mit der Assistenz und möchte mich zurückziehen. Dabei dringt folgende Nachricht an mein elterliches (und alterndes) Gehirn:
Tessa: “hmmmm, Du riechst gut!”
So etwas hört man nicht nur von der Tochter gerne. Von ihr aber ganz besonders! 
Freitag, 30. Dezember 2011
Vergangene Nacht (also von Mittwoch auf Donnerstag) kam unsere kleine Maus zu uns in’s Bett gekrabbelt. Da wir alle momentan nicht gerade 100% fit sind, ist das auch völlig okay.
Meistens wenn Tessa bei uns im Bett liegt, orientiert sie sich in Richtung Mama. Die ist dann morgens oft etwas kaputt, weil sie des nachts durch die Muttergefühle gezwungen immer wieder den korrekten Sitz der Bettdecke über dem Kind kontrolliert und überwacht. Das muss ganz sicher in und an den weiblichen Genen liegen.
Vergangene Nacht also kam unsere Tochter zu uns gekuschelt und sie kam zu mir. Ein schönes Gefühl, wenn das Kind einen auch in unbewussten Situationen so richtig gerne mag. 
Und ich war als braver Papa auch immer bedacht, daß es dem Kind nicht zu kalt wird. Die halbe Nacht hatte das auch wunderbar funktioniert. Alles war prima. Uns war es beiden schön mollig warm und gemütlich.
Doch je näher der Morgen kam, desto unwohler fühlte ich mich in meinem Schlaf. Man muss dazu sagen, daß ich meist einen sehr tiefen Schlaf habe und selten aufwache. So auch nicht gestern. Aber ich erinnere mich daran, daß es irgendwie ungemütlich war. Irgendwann registrierte ich auch, weshalb sich dieses Gefühl bei mir breit machte: unser Kind klaute des nachts dem Papa den Großteil der Gemeinschaftsdecke und achtete schon selbst drauf, daß ihr nicht zu kalt wurde. Sehr autonom!
Als ich sie dann tagsüber fragte, weshalb sie mich so schamlos bestohlen hatte, sagte sie:
Tochter: “Da habe ich wohl geträumt, wir hätten einen Wettkampf!”
Und 1-2 Sekunden später fügte sie noch hinzu:
Tochter: “... und ich habe gewonnen!”
Donnerstag, 22. Dezember 2011
Wir waren in Mannheim, um einige Dinge zu erledigen. Und da man in Mannheim nicht wirklich gut parken kann, stellten wir das Auto in einem nahe gelegenen Parkhaus ab und gingen den Rest des Weges zu Fuß durch den Regen.
Auf dem Weg zum Zwischenziel mussten wir einige der zahlreichen Querstraßen durch die Quadrate passieren. Natürlich nicht, ohne unserem Kind das kleine 1×1 des Straßenverkehrs immer wieder in’s Gedächtnis zu rufen: Immer brav nach rechts und links und rechts schauen, bevor man eine Straße überquert. Niemals bei Rot über eine Straße gehen. Immer die Autos dabei beobachten. Wie man das als besorgte und ängstliche Eltern eben so macht. Völlig normal.
Mama Bodehase und unser schlaues Kind gehen über die Straße:
Mama: “Du darfst jetzt über die Strasse gehen. Es ist grün.”
Beim gemeinsamen Überqueren bemerkt Tessa eine Frau hinter ihr, die nicht ganz regelkonform über die Straße gegangen ist.
Tessa: “Mama, die Frau ist bei rot drüber gelaufen.”
Mama: “Ja, das macht man nicht.”
Tessa: “Aber die hat das gemacht.”
Mama: “Ja, das muss jeder selbst entscheiden, ob er das macht oder nicht.”
Tessa: “Ja, das muss jeder selbst entscheiden, ob er sich überfahren lassen will oder nicht!”
Da hat wohl wieder ein von uns unbemerktes Software-Upgrade stattgefunden…
Sonntag, 18. Dezember 2011
Da wir in Ermangelung eines zeitgemäßen WLAN-Druckers im Hause Bodehase leider für jeden Ausdruck den Rechner im oberen Stockwerk anwerfen müssen, erfolgt mehrmals pro Woche die gleiche Prozedur: Treppen hoch, PC anschalten und dann warten… und warten… und warten… anmelden… warten… und irgendwann kann man dann auch den Drucker anschalten und schon Minuten später kann man drucken.
Meistens zumindest. Gestern jedoch blieb der Drucker (ein Canon Pixma, mit dem wir bisher recht zufrieden sind bzw. waren) mitten im Ausdruck plötzlich stehen und rührte sich dann nicht mehr. Kein Papierauswurf, keine Bewegungen des Druckerkopfes, einfach nichts.
Auf mein vor mich hin gemurmeltes “Ich habe keine Ahnung, weshalb der Drucker nicht mehr drucken will!” ertönte von unten die Stimme unserer Tochter:
“Der Drucker macht jetzt bestimmt Urlaub!”
Und das ohne genehmigten Urlaubsantrag… tzztzzz…
Sonntag, 4. September 2011
Gestern waren wir unterwegs. Und wie vorherzusehen, hat das im Auto einige Zeit gedauert. Deshalb hatte die cleverste aller Mamas vorgesorgt und für unser Kind beim Bäcker eine Brezel gekauft.
Irgendwann am Nachmittag während der Autofahrt:
Tessa: “Wo ist denn meine Brezel?”
Papa: “Die liegt neben Dir.”
Tessa: “Wo?”
Papa: “Direkt neben Dir.”
Tessa: “Ich kann sie nicht finden.”
Papa: “Die Brezel liegt direkt neben Deinem Kindersitz… ich glaube, Du hast Tomaten auf den Augen!”
Tessa: “Eeeeeecht???”
Was haben wir gelacht… 
Sonntag, 7. August 2011
Unser aktives Töchterlein hüpft und springt durch das Wohnzimmer, in dem sie zuvor auf dem Boden liegend gemütlich ein bißchen Salz-Gebäck zu sich genommen hatte. Beim Herumspringen schleudert sie, wie soll es anders sein, die offene Packung mit den Salz-Snacks quer durch das Wohnzimmer und die restlichen Krümel verteilen sich elegant im Wohnbereich.
Auf meine Aufforderung hin, holte sie unseren sehr praktischen und recht oft genutzten Hand-Staubsauger und beginnt, die nun nicht mehr in der Packung verweilenden Krümel ein zu saugen. Man hört sofort, daß der Akku des Staubsaugers ziemlich am Ende ist und die Leistung schnell abnimmt, was nicht gerade hilft, die Krümel am Fußboden komplett zu entfernen.
Dazu der trockene Kommentar unserer Tochter:
“Jetzt wissen wir wenigstens, daß der Staubsauger nicht mehr genug Power hat!”
Samstag, 23. Juli 2011
Ohne daß wir uns darüber unterhalten hätten und somit für uns Eltern ohne ersichtlichen Anlass, kommt unsere Tochter plötzlich mit einer wirklich überraschenden Aussage zu mir:
Kind: “Papa, ich bin froh, ein Einzelkind zu sein.”
Papa: “oh, warum das denn?”
Kind: “Weil ich sonst alle meine Sachen teilen müsste.”
Montag, 27. Juni 2011
Beim allabendlichen lustigen Herumalbern vor dem Schlafengehen bekomme ich (wegen der heutigen Hitze mit nacktem Oberkörper) vom wilden Kind zufällig einen Schlag auf den Bauch ab.
In diesem Moment hält die Tochter inne und schwupps habe ich noch ein-zwei weitere Stöße am Bauch abbekommen. Wieder vergehen ein paar Sekunden und plötzlich höre ich die Tochter fragen:
“Papa, siehst Du die Wellen?”
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Kommentare
Fr, 03.02.2012 10:26
Di, 31.01.2012 21:11
Di, 31.01.2012 21:08
Di, 31.01.2012 21:05
Do, 26.01.2012 20:22