Heute haben wir, da wir der immer recht ähnlichen Wurst allmählich überdrüssig wurden, Marmelade zum Frühstück verspeist. Zumindest die Mama hat das getan 
Danach wieder an den Strand und gemütlich auf die Matten gehauen. Sehr schön und stressfrei. Verwunderlich, wie heiß der Sand schon am Morgen sein kann. Kaum auszuhalten ohne Schuhe oder mit trockenen Füssen auf dem trockenen Sand.
Heute wollte Tessa sogar freiwillig und auf eigenen Antrieb an’s Wasser. Anfangs “nur” zum Füsse und Hände waschen, aber ganz schnell gefiel es ihr, die vielen Steine allesamt wieder zurück in’s Meer zu befördern. Erstaunlicherweise fror sie trotz heisser Sonne recht schnell, wollte aber dennoch nicht zurück auf die Strandmatten. So langsam wird’s mit ihr und dem Meer 
Dann wollten die 2 Mädels plötzlich ein Eis und der Papa musste als Jäger der Familie dies übernehmen und sich durch den glühenden Sand zum Verkaufsstand der Vermieterin quälen. Nicht genug der Schmerzen, traf ich auch hier wieder das “übliche Versehen” am Kunden vor: das eine Eis kostet auf dem Schild an der Eistruhe 2 Euro. Ein runder, glatter und sich einfach zu merkender Betrag. Zwar nicht gerade preiswert (2 Euro = 4 DM), wie ich finde, aber ich war bereit, dies für meine Schönheiten zu investieren. Und was zieht mir die Verkäuferin und gleichzeitig unsere Vermieterin in ihrem Übermut ab? ... 2,20 Euro! Auf meine Nachfrage zeigte sie mir ein Verkaufsschild direkt neben der Kasse, auf dem diese 2,20 Euro tatsächlich standen.
Ich denke, ich bin so allmählich wirklich in Urlaubsstimmung, denn ich lächelte entgegen meiner sonstigen Angewohnheit nur kurz, bezahlte die 3,90 Euro für die zwei Tiefkühl-Eis (also fast 8 DM) und machte mich kopfschüttelnd wieder auf den Weg durch die lava-ähnliche Sandwüste bis hin zu unseren Strohmatten und freute mich innerlich, daß ich wieder eine kleine Annekdote für dieses Tagebuch geliefert bekam.
Wir fühlen uns bestätigt: hier will jeder nur unser Bestes, nämlich unser Geld. Und dafür wird man so gut wie überall verar…. ähhh…. veräppelt!
Momentan herrscht gerade regsames Duschen und Anziehen. Wir wollen nämlich zu Jumbo, dem großen Spielwarengeschäft am Rande von Heraklion. Vermutlich brauchen wir danach noch einen weiteren Koffer für den Heimflug 
Die paar Kilometer legen wir bequem mit dem Bus zurück, denn 1. haben wir kein Auto, 2. fährt Tessa anscheinend für ihr Leben gerne Bus (zumindest will sie das jeden Tag zig Mal) und 3. wäre es eh zu weit zum Laufen. Tickets gibt es hier an fast jedem Supermarkt (1,30 Euro pro Fahrt und Nase) und Haltestellen schätzungsweise alle 300 Meter… gut, die Busfahrer fahren wie Schumi in der Einführungsrunde, aber es ist wirklich immer wieder ein Erlebnis.
Die Griechen sind sowieso sehr kinderlieb. Zumindest hat man den Eindruck, wenn man die dutzenden Kindergeschäfte in Heraklion sieht. Kinderschuhgeschäfte, Kinderfestkleidergeschäfte, Kinder-Casualware-Geschäfte, .... überall!
Jumbos ist wirklich das größte Kinder-Bedarfs-Geschäft, in welchem ich jemals sein durfte. Ewig groß und alles Mögliche und Unmögliche kann man da erstehen. Und das zu Preisen, die es bei uns schon seit vielen Jahren nicht mehr gibt. Sehr sehr sehr lobenswert. DAS ist mal eine Unterstützung für’s Kinderkriegen. Nicht diese lächerlichen 150 Euro Kindergeld in good old Germany, wenn z.B. der Kindergarten schon mehr kostet 
Wie auch immer, 4-5 Puzzle, ca. 50 Haarklammern und Spängerchen, und diversen Kleinkram (wie z.B. Cinderella-Sofortbild-Kamera, 2 auslaufsichere Trinkflaschen) später, waren wir nach 1-2h purer Begeisterung wieder raus aus dem Paradis. Sowas sollte man zuhause in der Nähe haben!
Zusätzlich hat uns dann vor dem Mega-Store ein griechischer Einheimischer angequatscht, ob wir nicht preisgünstig eine tolle Uhr haben wollten. Auf griechisch wohlgemerkt. Wir sehen also entweder griechisch aus oder das war nur ein Trick und er wollte unser zahlreiches Geld klauen. Egal, wir haben wie immer dankend abgelehnt und nahmen die abenteuerliche Rückfahrt mitsamt fast überfahrener roter Ampel wieder auf uns. Noch schnell frisches Brot und 1-2 Bierchen im Supermarkt gekauft und nix wie Heim in’s Appartement zum Puzzlen 
Außer Puzzlen gab’s dann noch Windstille, d.h. gehfühlte 75 Grad Celsius, und Live-Musik von der Disco geschätzte 75 Meter entfernt (um genau zu sein: direkt das Grundstück nebenan). Fühlt sich wirklich klasse an, wenn man im Bett liegt und das Gefühl hat, mitten auf der Bühne oder zumindest auf deren Baßbox zu liegen. Und das sogar ohne Eintritt. Das sollte man IMHO vor dem Buchen dieses Appartements dringend erwähnen. Ist doch echt klasse, weil so kommen wenigstens die Eltern von Kleinkindern mal wieder in den Genuß eines Partygefühls, auch wenn die Kleine vergeblich schreiend versucht, in ihrem Bettchen nachts um 00:00 Uhr zu schlafen. Quasi Urlaub und Party in Einem…. und das ohne Mehrkosten zu den 43 Euro pro Tag hier in Ammoudara, Amudara, Amoudára oder wie auch immer dieser Touristen-Ort heissen mag. Suuuuper!!!
Die richtigen Highlights bekommt man eben immer erst vor Ort mit!