Lange darauf gefreut. Auch schon lange bezahlt. Heute geht’s los!
Wie fast immer, dauerte das Packen länger als erwartet und ich, der Papa, habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Musste noch Briefe tippen, Mails schreiben und Kleinigkeiten erledigen (z.B. Schlüssel beim Nachbarn einwerfen, Kühlschrank leeren und Gefrierfachinhalt in die Gefriertruhe im Keller bringen, Koffer ordentlich mit den neuen Koffergurten vertauen, usw.). Mama steht um kurz vor 3 Uhr nachts auf und hilft mir noch beim Rest. Sie hat wirklich sehr toll fast alles vorbereitet. Ich bin stolz auf sie!
Um 3:30 Uhr dann Tessa aufgeweckt und nur mit knapp 15 Minuten Verspätung geht’s mit dem eigenen Auto los in Richtung Stuttgart. Erstaunlich, wie es die Kleine schafft, auf der ganzen Fahrt wach und guter Laune zu bleiben. Ob sie wohl auch so ein Nachtmensch wie ich wird? 
In Leinfelden-Echterdingen haben wir dann auch relativ schnell den Parkplatz der Urlaubsparker gefunden. Nur war keiner da. Komisch. Wir haben uns deswegen für urlaubsparker.de entschieden, weil wir am Flughafen für das Auto keine 200-300 Euros zahlen wollten/konnten und weil jeweils eine Übernachtung bei Abflug und Ankunft auch nicht gerade preiswert gewesen wäre (mind. 70 Euro pro Nacht). Also sind die 72 Euro für den Parkplatz inkl. Bustransfer mit dem Sprinter wirklich akzeptabel. Nur an den Fahrerqualitäten des Zubringers (ich bin etwas allergisch gegen wesentlich zu flott fahrende KFZ-Lenker mit Passagieren an Board) und am Management (Stichwort: “unsortierte Zettelwirtschaft” und “wir haben unser eigenes System mit den Schlüsseln”) sollte da noch ein bißchen gearbeitet werden. Ansonsten hoffen wir, daß wir unser Auto wieder einigermaßen am Stück und ohne Schäden wiedersehen werden, auch wenn auf der kompletten Website weder ein Name noch ein Ansprechpartner genannt wurde. Sicherheitshalber haben wir mal die Fahrzeugpapiere nicht im Fahrzeug gelassen. Man weiß ja nie. Wir haben nicht das beste Gefühl dabei.
Der Stuttgarter Flughafen ist relativ übersichtlich. Kaum drinnen, schon stehen wir um ca. 5:15 Uhr am richtigen Checkin-Schalter bei TUIfly. Die Dame ist nicht unbedingt megafreundlich, aber das passt! Sind halt Schwaben…
Dann noch die Koffer mit 20,3 kg und 20,5 kg und die Sporttasche mit 15,4 kg eingecheckt (die erlaubten 20kg pro Gepäckstück scheinen so wohl irgendwie zu passen. Zum Glück!) und fast kann es losgehen. Auf einer der seltenen Flughafen-Bänke die Reste des Kühlschrankes verdrückt, den Abfalleimer-Plünderern ein bißchen zugeschaut und ab in die extrem wichtige Sicherheitskontrolle: Teddy und Puppe wurden vorab schonmal durchleuchtet und wieder an die kleine Besitzerin überreicht, welche das sehr dankbar annahm. Mama wurde mit Tochter auf dem Arm quasi durchgewunken. Nur ich musste mich fast komplett ausziehen (sogar Baseball-Cap und Strickjacke) und dem “netten” Sicherheitskontrolleur gefiel wohl irgendwie mein Schritt, den er mehrfach untersuchen musste. Wenn’s ihm Spaß macht, dem Schwaben
zwinker
Dafür war dann aber auch am ausgepackten Notebook nichts zu finden und meinen Schlüssel inkl. Mini-Taschenmesser in der Notebook-Tasche war entweder uninteressant oder wurde übersehen. Naja, hauptsache wichtig kontrolliert.
Der Flug selbst war dann relativ unspektakulär. Von der etwas ruppigen Landung mal abgesehen. Aber das dürfte bei dem ständigen Wind hier auch nicht so ganz einfach sein, denke ich mir zumindest.
Wir hatten bei der Gepäckausgabe noch etwas am Organisationstalent der Ureinwohner gezweifelt, aber schlußendlich kam dann alles gut an und wir waren zufrieden. Raus aus dem Flughafen, rein in’s Taxi, die Fahrgewohnheiten etwas gewöhnungsbedürftig empfunden (Fahrspuren gibt es nicht so wirklich auf Kreta) und 20 Euro später in Ammoudara bei der Unterkunft angekommen. Unkompliziert und einfach gelöst 
Das Appartement ist zwar eher 1 Zimmer plus Bad, aber damit kann man für 3 Wochen sicher leben. Es existiert ein Kühlschrank und kochen kann man auf den 2 Platten vermutlich auch. Ein kleines bißchen kam es uns nur fremd vor, daß man in dem “keine Wünsche offenlassenden Appartement” nicht einmal eine Rolle Toilettenpapier vorfinden konnte und man dies im hauseeigenen Supermarkt im EG kaufen darf. Geschäftstüchtig!
Das Wetter ist superklasse! Herrlich windig, aber sonst wohl auch nicht zum Aushalten. Perfekt!
Wir sind dann noch ein bißchen die Hauptstraße entlang gebummelt, haben die neuen Eindrücke auf uns wirken lassen (speziell die lauten und schnellen Mofas) und waren dann noch bei “Uncle Sam” was Essen. Es war sehr lecker und auch absolut ausreichend. Allerdings haben uns die jeweils 1 Euro “Bediengebühr” pro Person auf der Rechnung doch sehr verblüfft. Ebenso auch die Tatsache, daß 2 Posten auf der Rechnung zufällig 1 Euro teurer waren, als in der Speisekarte deklariert. Vielleicht nur ein Zufall, aber mit Sicherheit geschäftstüchtig!
Unser Tipp: Rechnungen immer kontrollieren und dann nachfragen. Solche “Versehen” werden dann meist schnell korrigiert.