Sonntag, 7. August 2011
Unser aktives Töchterlein hüpft und springt durch das Wohnzimmer, in dem sie zuvor auf dem Boden liegend gemütlich ein bißchen Salz-Gebäck zu sich genommen hatte. Beim Herumspringen schleudert sie, wie soll es anders sein, die offene Packung mit den Salz-Snacks quer durch das Wohnzimmer und die restlichen Krümel verteilen sich elegant im Wohnbereich.
Auf meine Aufforderung hin, holte sie unseren sehr praktischen und recht oft genutzten Hand-Staubsauger und beginnt, die nun nicht mehr in der Packung verweilenden Krümel ein zu saugen. Man hört sofort, daß der Akku des Staubsaugers ziemlich am Ende ist und die Leistung schnell abnimmt, was nicht gerade hilft, die Krümel am Fußboden komplett zu entfernen.
Dazu der trockene Kommentar unserer Tochter:
“Jetzt wissen wir wenigstens, daß der Staubsauger nicht mehr genug Power hat!”
Samstag, 23. Juli 2011
Ohne daß wir uns darüber unterhalten hätten und somit für uns Eltern ohne ersichtlichen Anlass, kommt unsere Tochter plötzlich mit einer wirklich überraschenden Aussage zu mir:
Kind: “Papa, ich bin froh, ein Einzelkind zu sein.”
Papa: “oh, warum das denn?”
Kind: “Weil ich sonst alle meine Sachen teilen müsste.”
Freitag, 15. Juli 2011
Die zweite (und letzte) Woche auf Schulung in Jena ist zum Glück fast vorbei. Es war anstrengend, einsam und ich bin sehr sicher, daß ich sowas nicht zu häufig wiederholen möchte. Zumindest nicht freiwillig.
So einmal im Jahr könnte ich (und meine Familie) das sicher verkraften. Aber häufiger ist einfach zu schwierig in der persönlichen Planung und Durchführung.
Schon im Vorfeld bedeutet solch eine Abwesenheit nämlich einiges an Planung. Man muss seine Projekte abschließen oder zumindest ordentlich an einen Kollegen übergeben. Dafür muss man meist schon ein Plus an Energie dafür aufwänden, die man ansonsten sicherlich anderweitig verplant und genutzt hätte. Desweiteren muss man Bahn-Tickets buchen, Hotels aussuchen und reservieren, Reisekosten planen und beantragen, An- und Abreisen, 24h am Tag in dieser Zeit für den Job investieren und sich vermutlich schlußendlich dann wieder auf Arbeit als Urlauber “beschimpfen” lassen. Das muss man schon wollen bzw. zumindest halbwegs stillschweigend akzeptieren.
Auch aus diesem Grund brauche ich das nicht zu oft!
Wie auch immer: die zweite Schulungswoche neigt sich dem Ende zu und ich freue mich sehr auf die Daheimgebliebenen.
Unser Kind hat die Trennung bis auf die Abschiede gut verkraftet. Der Papa war und ist ja zum Glück auch per E-Mail, Chat, Skype und Telefon fast immer irgendwie erreichbar. Das beruhigt und gibt wohl genug Sicherheit, die Zeit irgendwie zu überstehen. So halbwegs zumindest.
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Donnerstag, 14. Juli 2011
Freitag, 8. Juli 2011
Ich sitze nun im Zug in Richtung Heimat, die erste Woche der Schulung wäre somit fast geschafft und unser Mädchen freut sich nur wenig mehr auf ihren Papa als dieser auf sein Kind. 
Wie war die erste Woche?
Anstrengend! Ich fand es sehr anstrengend. Und wenn irgendwer irgendwann behaupten sollte, ich hätte ja faul Urlaub gemacht, der bekommt ordentlich was auf die Mütze!
Wenn man von morgens um 9 Uhr bis ca. 17:30 Uhr mit einer Mittagspause und zwei weiteren kleinen Pausen den ganzen Tag sehr aufmerksam sein muss, dann geht das ganz schön auf den Körper. Schließlich ist man auch nicht mehr der Jüngste, auch wenn das früher in der Schule weniger ein Problem war. Und in den Pausen kann man ja auch nicht wirklich gut abschalten, denn die anderen Lehrgangsteilnehmer haben mit einem selbst ja auch nur den Beruf gemeinsam und dann redet man eben über den Beruf. Worüber auch sonst?
Ansonsten empfand ich die Woche als ziemlich einsam. Man wacht alleine auf, man geht alleine den ganzen Tag arbeiten, man isst alleine und man geht alleine wieder ins Bett. Da ist es nur natürlich, daß man sich einsam fühlt. Man kann keine Eindrücke mit jemandem teilen. Und am Telefon kann man das auch nicht so gut nachholen. Selbst das geliebte Bier schmeckt da nicht so richtig gut! 
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Montag, 4. Juli 2011
Da es mein Beruf erfordert, muss ich für insgesamt zwei Wochen auf Schulung nach Jena. Das ist jetzt nichts, worauf man sich als Erwachsener freut (was sicherlich nicht am Zielort liegt). Zu aufwändig sind dafür die notwendigen Umstellungen und Organisationen des Alltags. Und mehr Geld bekommt man für diese 24h-Tage im Namen des Jobs ja leider auch nicht. Dennoch kann und wird man das als Erwachsener halbwegs ordentlich schaffen. Zumindest ist so meine bisherige Beobachtung.
Wie solch eine relativ lange Zeit ohne Papa allerdings vom Kind verkraftet wird, steht da schon wieder auf einem völlig anderen Blatt: normalerweise erklären wir unserem Kind solche Events schon einige Zeit im Vorfeld, damit sie sich darauf einstellen kann. Sie ist da ein bißchen wie der Papa und braucht da etwas Zeit. Da ich bisher noch nie so lange von ihr getrennt war, haben wir ihr die Abwesenheit schon knapp zwei Wochen vorher erklärt. Sie war von Anfang an wenig bis gar nicht begeistert. Verständlich, denn die Eltern haben sich auch nicht so wirklich drauf gefreut (was wir sie natürlich möglichst nicht spüren ließen).
Je mehr Tage vergingen und je näher die Abreise kam, desto größer wurde ihr Unbehagen. Die Vorbereitungen waren auch für sie spürbar: noch ein paar neue Klamotten kaufen (schließlich will man ja nicht völlig abgerissen in der Schulung sitzen), Hotel reservieren, Bahn-Tickets abholen, Taxi zum Bahnhof bestellen und noch einige andere Dinge. Sie zählte jeden Tag ängstlich die Tage bis zur Abreise.
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Montag, 27. Juni 2011
Beim allabendlichen lustigen Herumalbern vor dem Schlafengehen bekomme ich (wegen der heutigen Hitze mit nacktem Oberkörper) vom wilden Kind zufällig einen Schlag auf den Bauch ab.
In diesem Moment hält die Tochter inne und schwupps habe ich noch ein-zwei weitere Stöße am Bauch abbekommen. Wieder vergehen ein paar Sekunden und plötzlich höre ich die Tochter fragen:
“Papa, siehst Du die Wellen?”
Sonntag, 26. Juni 2011
Unser Kind liebt Pferde. Dies ist wenig verwunderlich, da sie in den meisten Bereichen ein echt typisches Mädchen ist und irgendwie scheint das Reiten auch in ihren Genen zu liegen, denn ihre Tanten sind bzw. waren wahre Pferde-Närrinnen.
Nach einigen organisatorischen Abstimmungsschwierigkeiten waren wir heute also bei gefühlten 38° Grad Celsius im Pferdestall am Ortsrand und unser Kind durfte das sehr freundliche Pony für den Ausritt richten. Bürsten, striegeln, Hufe auskratzen, satteln usw.
Man hat gemerkt, daß es ihr bei den Pferden viel Spaß macht (wir Eltern sind da noch nicht so schnell für den Duft und den Dreck zu begeistern, aber das müssen wir ja auch nicht). Sofort hat unser meist eher zurückhaltendes Kind mit der Reitlehrerin geredet und beim Ausritt mit der sehr netten jungen Begleitung alleine erzählt. Das macht sie wirklich nur, wenn sie sich wohlfühlt. Und das ist uns das Wichtigste!
Nach dem Ausreiten wurde das Pony dann nochmals gesäubert und unser Kind war sehr glücklich und freut sich schon wieder auf den nächsten Termin im Pferdestall, der aus gesundheitlichen Gründen bei so jungen Pferde-Fans “nur” alle 14 Tage stattfinden wird (der Rücken der Kinder soll und darf nicht überlastet werden).
Und wir sind nach unserer Heimkehr und der sofortigen Dusche auch wieder wohlriechend und frei von Krabbelviechern. 
Donnerstag, 23. Juni 2011
Seit wir unser kleines feines Weblog betreiben (inzwischen auch schon über 3 Jahre), benutzen wir zum Posten auf Twitter, Facebook oder auch in Foren oder in anderen Weblogs (als Gravatar) immer unsere selbst erstellten Bildchen.
Das erste Bild mit der Ente und dem Schmetterling entstand sehr kurios: Tessa hatte zur damaligen Zeit einen Lieblings-Schnuller, der genau dieses Motiv auf der Außenseite hatte. Als dann Mama Bodehase und Tessa auf der Terrasse zum Malen mit den Wasserfarben waren, hat die Mama kurzerhand das Motiv auf Din-A3 übertragen und ich habe das Kunstwerk mal flott fotografiert. Schon hatten wir ein erstes Profilbild.
Die nächsten beiden Profilbilder entstanden beide im Herbst. Ein Bild (das Gesicht) 2009 und das andere Bild (die Katze) im Jahre 2010. Das waren nämlich unsere jeweiligen Halloween-Kürbisse, die ich (weil zu schnell vergänglich) mit der Digicam verewigt habe. Wie man sieht, kann man sehr schnell zu einzigartigen und individuellen Bildern für sein Netz-Leben kommen, ohne die Rechte Dritter zu verletzen.
Wie seid Ihr denn an Eure Profilbilder gekommen?

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Kommentare
Fr, 03.02.2012 10:26
Di, 31.01.2012 21:11
Di, 31.01.2012 21:08
Di, 31.01.2012 21:05
Do, 26.01.2012 20:22